Besuch am Versuchsstandort Wehnen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen

 
Foto: W.Hollweg, Landwirtschaftskammer
 

Am 27. April war ich gemeinsam mit Johanne Modder und Wiard Siebels zu Besuch am Versuchsstandort Wehnen (Kreis Ammerland) der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Hier wird daran gearbeitet, in Zusammenarbeit mit Wissenschaft, Wirtschaft und Beratung umsetzbare Antworten auf aktuelle Fragen bezüglich der Tierhaltung und des Acker- und Pflanzenbaus zu finden.

 

Begrüßt wurden wir durch den Kammerpräsidenten Gerhard Schwetje. Nachhaltige Tierhaltung, Umwelt- und Ressourcenschutz stehen im Fokus der Untersuchungen. Die Landwirtschaft soll am Ende davon profitieren und die Möglichkeit erhalten, künftigen Anforderungen an die Produktion im Stall und auf dem Feld gerecht zu werden und gleichzeitig konkurrenzfähig zu bleiben. Anforderungen der Praxis und die Erwartungen der Gesellschaft können so bestmöglich auf einen Nenner gebracht werden.

Die Entscheidung, Wehnen zum interdisziplinären Standort für wichtige Zukunftsfragen weiterzuentwickeln, fiel 2015. Bis dahin konnte man sich an diesem Standort für die Ausbildung „grüner Berufe“ bilden und qualifizieren. Aus organisatorischen Gründen wurde dieses Standbein nach Echem im Landkreis Lüneburg verlagert. Da Wehnen über die Ausstattung an Tieren, Fläche, Personal, Technik und räumlicher Kapazität verfügte, konnte dieser interdisziplinäre Standort hier aufgebaut werden.

Am Beispiel des Forschungsprojekts „InnoPig“ durften wir hinter die Kulissen schauen. Mit Nachzucht und Mast der Ferkel befinden sich in der Versuchsstation für Schweinehaltung ungefähr 100 Zuchtsauen. In den Stallanlagen gibt es unterschiedliche Haltungs- und Fütterungssysteme. In einem drei Jahre andauernden Projekt sollen diese verglichen werden können und sie dienen auch zur Demonstration für Seminar- und Lehrgangsteilnehmer. Es wird untersucht, wie sich diese unterschiedlichen Systeme auf das Tierwohl, die Tiergesundheit, Wirtschaftlichkeit und Arbeitsschutz auswirken. An diesem Projekt arbeiten Experten der Landwirtschaftskammern Niedersachsen und Schleswig-Holstein, die Christian-Albrechts-Universität Kiel, die Georg-August-Universität Göttingen, die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover und Partner aus der Wirtschaft zusammen an praxisnahen Lösungen für die Landwirte.

In Zusammenarbeit mit der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg werden Untersuchungen durchgeführt, die über Labor- und Feldversuche neue Erkenntnisse gewinnen möchten, wie sich Tierarzneimittel im Boden und Grundwasser verhalten und wie deren Eintrag verringert werden kann. Mögliche Gefährdungen sollen darüber ausgeschlossen werden und Handlungsempfehlungen für Landwirte und Tierärzte werden daraus abgeleitet.

Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLKWN) hat den Versuchsstandort Wehnen damit beauftragt, im Rahmen der landesweiten Aufgaben im kooperativen Trinkwasserschutz Versuche zur grundwasserschutzorientierten Landbewirtschaftung durchzuführen. Gemeinsam mit dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) steht die Untersuchung des Sickerwassers hierbei im Mittelpunkt.

Gruppenbild vor der VersuchsstationFoto: W.Hollweg, Landwirtschaftskammer

Das Foto zeigt am Versuchsstandort Wehnen v.l. Wiard Siebels, Agrarpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, MdL Renate Geuter, Mitglied im Agrarausschuss, Johanne Modder, SPD-Fraktionsvorsitzende des Niedersächsischen Landtags, dahinter v.l. Kammerpräsident Gerhard Schwetje, Ludwig Diekmann, Dr. Kirsten Madena, Fachbereich nachhaltige Landnutzung, Kammerdirektor Hans-Joachim Harms, Stefan Sagkob, zuständig für das Versuchswesen in der Tierhaltung.

 


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