Auf Wahlkampftour in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg

 
 

Im Zuge des Wahlkampfes für die Landtagswahl im Januar 2018 besuchte Ministerpräsident Stephan Weil die Landkreise Vechta und Cloppenburg. Als betreuende Abgeordnete für den Landkreis Vechta und als Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis 66 war ich bei all diesen Terminen an seiner Seite.

 

Auf Einladung des SPD-Unterbezirks Cloppenburg besuchte unser Ministerpräsident in Begleitung vieler Genossen und Genossinnen die Stiftung St. Vincenzhaus in Cloppenburg.  Der Kuratoriumsvorsitzende Dechanat Bernd Strickmann begrüßte uns und Geschäftsführer Josef Wolking brachte uns die Einrichtung näher. Dieses Jahr kann die Stiftung ihr 130jähriges Jubiläum feiern. Zweck und Aufgabe ist seit Gründung, Kindern und Jugendlichen mit einer geistigen oder Lern-Behinderung schulische Bildung und Wohnen zu ermöglichen. Das Vincenzhaus bietet Wohnraum für 90 Kinder oder Jugendliche und 24 Klassen mit insgesamt 175 Schülerinnen und Schülern werden zurzeit dort unterrichtet. 160 Mitarbeiter/innen sorgen für die Entwicklung und das Wohlbefinden. Allerdings schlägt auch hier der Fachkräftemangel negativ zu Buche: Es gibt zu wenig Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter/innen für die Stiftung.  Ein weiteres Problem ergibt sich aus der fehlenden Kinder- und Jugendpsychatrie im Landkreis. Die nächstgelegene Einrichtung ist in Aschendorf und das Fachpersonal muss zwischen den beiden Einrichtungen hin- und herpendeln, um den Therapiebedarf abzudecken. Auch der fehlende bezahlbare Wohnraum für junge Menschen mit und ohne Behinderung wird zunehmend zum Problem. Nach der anschließenden Diskussion, versprach Herr Weil sich um die Aufarbeitung einiger Problemfelder einsetzen zu wollen.

Stephan Weil im St. Vincenzhaus

Stephan Weil mit den Genossinnen und Genossen des SPD-Unterbezirks und Ortsvereins Cloppenburg vor dem St. Vincenzhaus.

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Vor einigen Monaten besichtigte der Ministerpräsident die mehr als schäbigen Unterkünfte von immer noch 4000 Werkvertragsarbeitnehmern in Essen. Um im Gegenzug auch einmal einen vorbildlichen Betrieb kennenzulernen, hatte UB-Vorsitzender Detlef Kolde einen Besuch bei der „Wernsing Feinkost Gmbh“ organisiert. Stephan Weil kannte das Unternehmen bisher nur durch seine Produkte und zeigte sich beeindruckt vom größten Unternehmen im Kreis Cloppenburg und seiner Philosophie.

Das Familienunternehmen gehört mit seinen Kartoffelspezialitäten und einer breiten Produktpalette zu den Top Four der deutschen Pommes-Frites-Hersteller und macht seit 2016 mehr als eine Milliarde Umsatz. 3500 Mitarbeiter in sieben Ländern sorgen für einen reibungslosen Arbeitsablauf. Der Firmeninhaber Stefan Wernsing machte deutlich, dass die weitverbreitete und betrügerische Leiharbeiter-Praxis nicht in die Unternehmensphilosophie passt. Für das Unternehmen sind gut ausgebildete, ordentlich bezahlte und langjährig Beschäftigte die Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. Bei Wernsing werden nur saisonale Arbeitsspitzen mit tariflich sauber gebundenen Leiharbeitern aufgefangen. In diesem Zusammenhang machte er dem Ministerpräsidenten den Vorschlag, dass die Unternehmen nicht mehr mind. 70% sondern nur noch max. 20% für Werkvertrag-Mitarbeiter aufwenden dürften, so dass die Koppelung an die Lohnsumme den Leiharbeiterbereich drastisch einschränke. Außerdem müsse beim Thema Mindestlohn dafür gesorgt werden, dass das Geld auch bei den Arbeitnehmern ankommt. In der Praxis werden von dem Mindestlohn-Verdienst nicht alle Stunden voll bezahlt oder es wird noch Geld für Wohnung, Berufskleidung, Fahrtkosten etc. abgezogen.

Bei dem Thema Nachwuchssicherung steht auch dieses Unternehmen wegen des Fachkräftemangels vor großen Herausforderungen und bemüht sich um Attraktivität bei den Schulabgängern, beispielsweise durch Präsenz auf Ausbildungsmessen oder durch finanzielle Sonderleistungen für Auszubildende. Angesprochen auf „Resterdeentsorgung“, musste Herr Weil eingestehen, davon noch nie gehört zu haben; er freue sich aber dazuzulernen. Die Resterde fällt beim Waschen der angelieferten Kartoffeln an. Bisher war es gängige Praxis bei Wernsing die Resterde fachgerecht auf Ackerkflächen zu entsorgen, auf denen dann in den folgenden sechs Jahren keine Kartoffeln mehr angebaut werden, um die Ausbreitung von Kartoffel-Krebs und Nematoden zu verhindern. Das Umweltministerium plant, diese Praxis zu verbieten. Der Ministerpräsident versprach, sich über das Thema zu informieren und mit dem zuständigen Ministerium zu besprechen.

Stephan Weil bei der Fa. Wernsing

Vor dem neuen Hochregallager bei Wernsing, v.l. Geschäftsführer Stefan Trenkamp, Andreas Sostmann, Martin Ponzel, Stefan Wernsing, Bundestagskandidat Kristian Kater, Ministerpräsident Weil, MdL Renate Geuter, Landtagskandidat Stefan Riesenbeck, UB-Vorsitzender Detlef Kolde, Geschäftsführer Alfred Kessen.

Stephan Weil in der Kindergruppe
 

Der Landesvater beim Spiel mit den Kindern und Erzieherinnen der Kindertagesstätte St. Elisabeth, auch mit dabei SPD-Landtagskandidat Martin Fischer, SPD-Bundestagskandidat Kristian Kater und MdL Renate Geuter

Im Landkreis Vechta waren auch der SPD-Bundestagskandidat Kristian Kater dabei und der Landtagskandidat Martin Fischer aus Holdorf. In Vechta stand ein Termin in der katholischen Kindertagesstätte St. Elisabeth an, bei dem die Kinder und der hohe Besuch ihren Spaß hatten.  Die Einrichtung ist vorbildlich im Bereich der frühkindlichen Förderung und verfügt über ein Außengelände, das keine Wünsche für die Kinder offenlässt. Circa 125 Kinder werden zurzeit von 13 Erzieherinnen, einer Heilpädagogin und einer Leiterin betreut. Ab Sommer kommt noch eine Kraft für die Sprachförderung dazu.

Bürgermeister Helmut Gels erklärte dem Ministerpräsidenten, dass im Landkreis Vechta noch Geburtenüberschuss herrsche, daher gibt es dort überproportional viele Einrichtungen für Kinder. Die Kinderbetreuung bedürfe dringend des Ausbaus. Stephan Weil hatte gute Nachrichten und konnte verkünden, dass in wenigen Wochen ein 60-Millionen-Programm freigegeben wird, dessen Mittel an die Landkreise verteilt werden sollen. Diese Mittel wurden auch im Haushalt verstetigt, so dass sie für die Folgejahre ebenfalls zur Verfügung stehen werden.  Bei Bedarf können sie dann für weitere qualifizierte Kita-Kräfte eingesetzt werden. Dem Landkreis Vechta sollen mehr als 2,6 Millionen Euro aus dem Topf zugeteilt werden. Es steht auch die Möglichkeit im Raum, dass Kommunen Geld zurückerstattet bekommen, wenn sie beim Kita-Personal in Vorleistung gegangen sind.

 
Gruppenbild vom Kindergartenbesuch

Visite im Kindergarten: (von links) Martin Fischer (SPD), Aloys Schulte (SPD), Kristian Kater (SPD), Probst Michael Matschke, Stephan Weil (SPD), Renate Busse (Kita St. Elisabeth), Renate Geuter (SPD), Gabriele Seidel (Kita St. Elisabeth), Herrmann Schütte (SPD), Bürgermeister Helmut Gels (CDU) und Siegfried Eilers (Kirchenprovisor).

Stephan Weil bei Husmann
 

Entspannt bei der Eröffnungsrede des Firmengründers

Bei dem nächsten Termin war Stephan Weil neben vielen weiteren Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kirche und den am Bau Beteiligten Ehrengast bei der Eröffnung des neuen Betonwerks der Husman-Holding aus Sulingen. Ausschlaggebend für die Eröffnung einer Zweigstelle in Holdorf war die starke Wirtschaftskraft der Region, die Nähe zur Autobahn und die unkomplizierte Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Mit Wirtschaftsfördermitteln wurde sogar ein nahegelegener Kreisel umgebaut, damit die Schwertransporte problemlos die Autobahn erreichen können. Nach der Eröffnung durch den Firmengründer Heinrich Husmann bekam der Ministerpräsident bei einem Firmenrundgang einen nachhaltigen Eindruck des Unternehmens, das sich überwiegend durch Superlativen auszeichnet: Das Betonwerk ist zuerst mal alleiniger Vertreter seiner Zunft in der Region. Nur hier werden Spannbeton-Elemente in 1,20er Breite und einer Länge bis zu 18 Metern produziert. Sie werden beispielsweise beim Bau von Parkdecks oder großen Industriehallen verwendet. Auf dem Gelände befinden sich Mischanlage, Bürogebäude und zwei Fertigungshallen, in denen 21 Mitarbeiter jeden Tag für die Verarbeitung von max. 100 Kubikmeter Beton sorgen.

Der letzte Termin im Landkreis Vechta führte Stephan Weil in die Räume des Unternehmens „Sport Böckmann“, wo der Sportsmann in ihm gefragt war. Einen Riesen-Spaß machte ihm das Elfmeterschießen auf dem Test-Soccerfeld mit dem Geschäftsführer Ralf Böckmann und große Freude herrschte als er das Confed-Cup-Trikot der deutschen Nationalmannschaft mit der Nummer Zehn überreicht bekam. Obwohl 85% des Umsatzes über Online-Handel erreicht werden, wurden die Verkaufsräume grade von 800 auf 1300 qm vergrößert.

 
Stephan Weil bei Husmann

Rundgang durch das neu eröffnete Betonwerk Holdorf, v.l. MdL Renate Geuter, Geschäftsführer Frank Husmann, SPD- Landtagskandidat Martin Fischer, Ministerpräsident Weil, SPD-Bundestagskandidat Kristian Kater
und Firmengründer Karl-Heinrich Husmann

 


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