Betreuungsvereinen droht finanzieller Kollaps

Gespräch beim Betreuungsverein
 
 

Den Betreuungsvereinen in Niedersachsen und der Bundesrepublik insgesamt droht in naher Zukunft der finanzielle Kollaps.

Der Betreuungsverein Cloppenburg e.V. hat deshalb alle hiesigen Landtags- und Bundestagsmitglieder eingeladen, hierüber mit dem Verein ins Gespräch zu kommen. Ein erstes Gespräch fand nun mit Gabriele Groneberg, MdB, und Renate Geuter, MdL statt.

 

Geschäftsführung und Vorstand des Betreuungsvereins informierten die Politikerinnen darüber, dass die Vergütung der rechtlichen Betreuer, die die wesentliche Einnahmequelle aller Betreuungsvereine darstellt, seit 2005 unverändert geblieben ist. Auch durch die Erhöhung der Fallzahlen, die letztlich zu Lasten der hilfe- und unterstützungsbedürftigen Menschen geht, ist das Defizit nicht mehr auszugleichen.

Nur durch eine schnelle Anhebung der Stundensätze, die vom Bund beschlossen, aber von den Ländern bezahlt werden muss, kann dieser Teil des sozialen Systems weiterexistieren.

Ohne Betreuungsvereine werden die Kosten für die rechtlichen Betreuungen noch weiter steigen, da ehrenamtliche Betreuer, die den Grossteil der Betreuungen ausführen, dann dort keine Unterstützung und Beratung mehr finden können. Betreuungsgerichte und –behörden sind dafür zwar ebenfalls zuständig, aber personell nicht ausreichend ausgestattet.

Die Politikerinnen und der Betreuungsverein waren sich darüber einig, dass die Arbeit der Vereinsbetreuer zumindest kostendeckend sein muss und die Unterfinanzierung auf keinen Fall zu Lasten derjenigen Menschen, die alt, krank oder behindert sind, gehen darf.

Gespräch beim Betreuungsverein

Treffen zum Gespräch über die Situation der Betreuungsvereine (von links): Norbert Meyer, Vorstandsmitglied Betreuungsverein, Bundestagsabgeordnete Gabriele Groneberg, Stefan Riesenbeck, Geschäftsführer, Elisabeth Stieler, stellv. Geschäftsführerin, Landtagsabgeordnete Renate Geuter.

 
    Bürgergesellschaft     Niedersachsen     Steuern und Finanzen
 

 


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