Mit Umweltminister Wenzel in Visbek

 
 

Am 23. März konnte ich mit Umweltminister Wenzel und Vertretern des Landkreises und von Fachverbänden Zeuge einer Grundwasserprobenentnahme in der Gemeinde Visbek werden. Diese Untersuchung geht zurück auf ein Programm des Umweltministeriums bei dem an rund 1080 ausgewählten Messstellen Proben genommen werden, um die Grundwasserqualität zu untersuchen.

 

Parallel dazu werden ca. 100 landwirtschaftliche Betriebe überprüft. Anlass dafür sind die alarmierend hohen Nitratwerte in der Region, die unser Trinkwasser gefährden und wenn die Werte überschritten werden, drohen Strafgelder der EU, die dann letztendlich als Preiserhöhung beim Verbraucher ankommen werden.

Mitarbeiter des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz(NLKWN) führten das Messverfahren vor und erläuterten die einzelnen Schritte: An zwei genau nebeneinander liegen Stellen werden Proben entnommen, die an Ort und Stelle mit einem Schnelltest auf Nitratwerte überprüft werden. Anschließend kommen sie zur genaueren Analyse in ein Fachlabor. In Visbek wurde eine doppelt so hohe Nitratbelastung gemessen wie der gesetzlich festgelegte Grenzwert, der bei 50 Milligramm pro Liter liegt.

Anhand des Wissens, das aufgrund der Messungen erworben wird, sollen dann Schutzmaßnahmen erarbeitet und umgesetzt werden. Das Umweltministerium sieht die Landwirtschaft und ihre zu hohe Düngeausbringung als Verursacher Nummer 1. Die überwiegende Zahl der Landwirte hält sich an die Vorschriften, aber den schwarzen Schafen will man in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer, den Landkreisen und den Landwirten auf die Spur kommen. Ein erster Schritt in die richtige Richtung sei die Überarbeitung des Düngerechts. Allerdings gilt es auch zu bedenken, dass Maßnahmen, die heute ergriffen werden, erst in Jahren ihre Wirkung zeigen – deshalb darf keine Zeit mehr verschwendet werden!

Umweltminister Wenzel in Visbek

Mitarbeiter des NLKWN erläutern das Messverfahren

 


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