Sonntagsforum der Kolpingsfamilie

 

Der Kolping-Bezirksverband Visbek hatte mich am 26. März zum Sonntagsforum eingeladen. Gastgeber war diesmal die Wildeshauser Kolpingsfamilie. Den Empfang und die Begrüßung übernahmen die Bezirksvorsitzende Marlies Hartz, Elisabeth Storck als Vertreterin der geistlichen Verbandsleitung, Carola Müller als kommissarische Vorsitzende der Wildeshauser und Pfarrer Ludger Brock.

Nach der Begrüßung entspann sich eine faire Diskussionsrunde in angenehmer Atmosphäre. Beim Thema „Flüchtlingsunterbringung“ ist Wildeshausen vorbildlich aufgestellt und ein großes Dankeschön gebührt den vielen Ehrenamtlichen, die täglich ihren Beitrag zur Integration leisten. Wenn ich allerdings auf die Arbeitswelt gucke, ist das Land noch weit von seinen Zielen entfernt. Faire Beschäftigungsverhältnisse sind die Seltenheit und die Selbstverpflichtung der Fleischindustrie in dieser Hinsicht zu wirken, wird nur sehr begrenzt eingehalten. Es sollte der Regelfall sein, dass die Kernkompetenz eines Unternehmens mit eigenen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten geleistet wird. Sollte sich keine gravierende Änderung abzeichnen, kommt wohl nur noch eine gesetzliche Regelung in Frage. Die Not und Arglosigkeit der Geflüchteten wird ausgenutzt und Beratungsstellen, wie z.B.  die „Faire Mobilität Oldenburg“ sind überlastet und stoßen an ihre Grenzen. Deshalb muss das Beratungsangebot ausgeweitet und verbessert werden.

Aus dem Publikum kam der Vorwurf, dass die rot-grüne Landesregierung zu wenig für bezahlbaren Wohnraum tut. Diesen Vorwurf konnte ich entkräften, denn unter der schwarz-gelben Regierung waren nur 30 Millionen für sozialen Wohnungsbau eingestellt. In 2016 hatten wir 100 Millionen dafür zur Verfügung und bis zum Jahr 2020 sollen 800 Millionen dafür in den Landeshaushalt eingestellt werden. Allerdings müssen die Kommunen auch ihren planungsrechtlichen Pflichten nachkommen und die Voraussetzungen dafür schaffen. Weitere Themen waren ein Grundeinkommen und die Altersarmut, die ganz besonders alleinstehende Frauen betrifft. Bei all diesen Themen hat auch das Wort der Kirchen großes Gewicht, denn ihre Kernkompetenz ist es, sich für die sozial Schwachen einzusetzen.

Der Bericht in der NWZ samt Bild ist zu lesen unter: www.nwzonline.de/oldenburg-kreis/kultur/faire-beschaeftigung-notfalls-per-gesetz_a_31,2,2961809459.html

 


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