Staatssekretärin Birgit Honé in Visbek zu Besuch

 
 

Die niedersächsische Staatssekretärin Birgit Honé nutzt jedes Jahr die Sommerpause des Plenums, um Projekte in unserem Bundesland zu bereisen und sich über den Stand der Dinge zu informieren. Im Zuge dessen kam ich am 25. Juli gemeinsam mit ihr nach Visbek in das Rathaus und sie stellte dort das Projekt „Zuhause alt werden im ländlichen Raum – Ein Dorf wird aktiv“ vor.

 

Initiatorin des Projekts ist die Gerontologin Petra Pohlmann. Sie hat beobachtet, dass die Strukturen auf dem Land wegbrechen: Es gibt weniger Einkaufsmöglichkeiten, da kleinere Läden schließen. Ebenso ist es in der Gastronomie. Viele Gastwirtschaften schließen, da sie keinen Nachfolger finden oder zu wenig frequentiert werden. Vereinsamung im Alter nimmt aufgrund der wenigen Kontaktmöglichkeiten zu. Die Caritas-Sozialstation-Vechta-Nord hat bemerkt, wenn sie bei den Menschen vor Ort im Einsatz sind, ist es manchmal die einzige Möglichkeit des Tages für sie Gespräche zu führen.

Das Projekt soll vorläufig vom 1.1.2017 bis zum 31.12.2018 andauern und in Kooperation mit der Gemeinde Visbek samt ihren 13 Bauernschaften, den unterschiedlichen Sozialdienstleistern, Vereinen, den Ev. und kath. Kirchengemeinden u.a. umgesetzt werden. Ziel ist es, die häusliche Versorgung für Senioren auf dem Land langfristig sicherzustellen und dafür ehrenamtliches Personal zu akquirieren und mit den sozialen Dienstleistern im Zentrum zu vernetzen. Ein praxisfähiges und sektorenübergreifendes Netzwerk soll aufgebaut werden, in dem die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter systematisch gut miteinander kommunizieren können. Örtliche Unternehmen, Ärzte und Pflegedienste sollen den Bedarf erkennen und melden. Die Fachstelle „Brücken bauen“ soll dann für die Koordination zuständig sein.

Über die Richtlinie Soziale Innovation, die es seit 2015 gibt, fördert das Land Niedersachsen dieses Projekt mit 182.000 Euro – die Gesamtkosten belaufen sich auf über 300.000 Euro. Das Förderprogramm läuft noch bis zum Jahr 2020. Für diesen Zeitraum sind 20 Millionen Euro veranschlagt, die in verschiedenen Projekten die Richtlinie umsetzen sollen.

Birgit Honé zeigte sich beeindruckt, dass die Probleme im Pflegebereich und der sozialen Isolation hier so innovativ angepackt und miteinander verbunden werden sollen. Sie betonte, dass sie sich über die Möglichkeit einer Förderung freue und hier gerne unterstütze und dass der Einsatz der Ehrenamtlichen nicht selbstverständlich sei und immer wichtiger werde.

Birgit Honé in Visbek

: Staatssekretärin Birgit Honé (4.v.l.) stellt das Projekt im Rathaus vor

 


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