Unterrichtsversorgung bleibt große Herausforderung

 

Auch Versäumnisse der Vorgängerregierung Ursache für Lehrermangel

Mit aktuell ca. 72.000 Lehrerstellen in Niedersachsen ist eine bisher noch nicht dagewesene Größenordnung erreicht worden. „Viele Herausforderungen wie die Flüchtlingssituation, die Ausweitung der inklusiven Schule und die qualitative rechtssichere Verbesserung des Ganztagsschulangebotes zeigen, wie wichtig es war, in den letzten Jahren den Etat der Kultusministerin deutlich zu steigern“, erklärt die Landtagsabgeordnete Geuter.

Nicht nur in Niedersachsen, sondern in allen Bundesländern gibt es zurzeit eine angespannte Situation auf dem Lehrkräftemarkt besonders in Grundschulen sowie Haupt- und Realschulen und ich kann den Unmut und die Sorgen der Elternschaft gut verstehen und nachvollziehen. Zum Einstellungstermin im Sommer 2017 konnten viele ausgeschriebene Lehrerstellen nicht besetzt werden, die zuständigen Behörden haben bei den Besetzungsverfahren bis zum Ende der Ferien intensiv und engagiert versucht, diese Lücken noch zu schließen.

Bewerberinnen und Bewerber fehlen gerade für Stellen bei vermeintlich weniger attraktiven Schulen, das hat Auswirkungen besonders für unseren ländlichen Raum.

Die damalige Landesregierung hat – in der Erwartung sinkender Schülerzahlen – in den Jahren ihrer Regierung Ausbildungskapazitäten sowohl im universitären als auch im Ausbildungsbereich an den großen Universitäten deutlich zurückgefahren. „Die rot-grüne Landesregierung hat in den letzten Jahren durch Schaffung weiterer Studienplätze zwar deutlich gegengesteuert, es wird aber noch eine Zeit dauern, bis diese zusätzlichen Lehrerinnen und Lehrer ihre Ausbildung beendet haben.“, erläutert Geuter.

Das Niedersächsische Kultusministerium hat in der letzten Zeit eine Vielzahl von Maßnahmen auf den Weg gebracht, um Abhilfe zu schaffen, so wird die Einstellung im Rahmen des Quereinstiegs künftig auch an Grundschulen ermöglicht und Ganztagsschulen können mehr Lehrerstunden als bisher für den Ganztag kapitalisieren. Lehrkräfte, die bisher für den Ganztag eingeplant waren, stehen somit für den Pflichtunterricht zur Verfügung

Alle Anstrengungen mit Ziel, soviel Unterricht wie möglich erteilen zu lassen, waren aber nicht ausreichend, um an allen Schulformen in allen Schulen die Erteilung des Pflichtunterrichtes sicherzustellen. Darauf haben Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern aber einen Anspruch.

Daher war es unumgänglich, kurzfristige Überbrückungsmaßnahmen wie Abordnungen auf den Weg zu bringen, auch wenn diese Maßnahme keine Begeisterung auslösen wird. Selbst Vertreter einzelner Lehrerverbände haben öffentlich geäußert, dass auch sie diesen Weg derzeit für vertretbar halten und auch in den vergangenen Jahrzehnten gab es immer wieder Phasen, in denen diese gängige Verfahrensweise angewendet wurde.

„Das Kultusministerium wird weiter intensiv im Rahmen von Nachbesetzungsverfahren daran arbeiten, weitere Stellen für Lehrerinnen und Lehrer zu besetzen, um so zu einer Verbesserung der Situation beizutragen. Mittelfristig wird auch die Aufstockung der Studienplätze und der Plätze in den Studienseminaren zur Entlastung und Verbesserung der Unterrichtsversorgung beitragen“, so Geuter.

 


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